Kranich — Zug— auf Zingst

Kranichzug

auf Fischland-Darß-Zingst

Einfliegende Kraniche
Einfliegende Kraniche


Der frühe Abend ist die Stunde der Kraniche– zunächst ist ihre Flugformation sichtbar als ein schmaler

Streifen an der Breite des Horizonts .Wenn sie dann näherkommen, wird ihr vielstimmiger Chor hörbar. Die jungen Kraniche, die das erste Mal dabei sind, halten durch helle Rufe in Obertönen Kontakt zur Gruppe. Die erwachsenen Kraniche mit ihrem markanten Trompetenruf ( lautmalerisch ein „Cranu“  ) halten die Gruppen zusammen.

Unter ihnen an den Deichen und auf der Meiningen-Brücke und in Bresewitz stehen zahlreiche Beobachter. Manche sind zum ersten Mal da. Andere reisen gerade deshalb immer wieder hierher. Die meisten Besucher, die „ihre Kranichpremiere“ hier erleben, wird es mit dem Kranichzug auch wieder hierher ziehen.

Kraniche mit Bläß-, Saat- und Weißwangengänsen
Kraniche mit Bläß-,Saat-, und Weißwangengänsen

 

In den Abendstunden fliegen zehntausende von Kranichen zu ihren Schlafplätzen auf der Insel Kirr, der Oie und Pramort in der Nähe von Zingst - Müggenburg zu den Übernachtungsorten in den Flachwasserzonen von Pramort an der Ostspitze der Halbinsel Darß - Zingst, im Naturpark Vorpommersche Boddenlandschaft.

Kraniche auf der Wiese
Rastende Kraniche

Vom dortigen Beobachtungsturm lässt sich in der Abenddämmerung der Einflug der Kraniche zu den Schlafplätzen, und in der Morgendämmerung der Start der Kraniche in den Tag miterleben. Wenn Jungkraniche zurückbleiben, werden sie von ihren Eltern und den kleinen Familientrupps regelrecht eingesammelt, die Vögel kreisen solange, bis sie durch Rufen einander wieder gefunden haben.

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Tagsüber ziehen sie im Herbst auf die abgeernteten Maisfelder bei Günz auf dem Festland, dort füllen die Vögel ihre Energiereserven auf. Denn der Herbstzug über Frankreich in die spanische Estremadura oder nach Israel steht bevor.

Kranich-Einflug am Abend
Kranicheinflug am Abend                           

Ablenkfütterungen, die durch Spenden der Besucher mit unterstützt werden, lotsen Kraniche und die Fotografen zu abgeernteten Maisfeldern. Dort wird regelmäßig Mais ausgebracht.

In Günz und in Groß-Mohrdorf informieren Kranich-Ranger und das Kranich-Informationszentrum über Lebensgewohnheiten der Vögel des Glücks. Dass ihr Anblick viele Menschen glücklich macht, ist klar – aber auch die Kraniche brauchen das Glück einer intakten Umgebung und abgeschiedener Feuchtbiotope wie eines Erlenbruchs, um hier ihren Nachwuchs aufziehen zu können.

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Kranichbeobachtungsplätze um Zingst im Herbst

 

Der Boddendeich zwischen dem Hafen von Zingst und dem kleineren Müggenburger Hafen im Osten bietet gute Beobachtungsmöglichkeiten und Ausblicke auf die Kraniche, die von Meiningenbrücke und Bresewitz her einfliegen. Dieses Schauspiel, ganz großes Kino, ist täglich so zwischen 17 und 19 Uhr zu beobachten. Und noch in der Dämmerung sind die Kontaktrufe der Kraniche zu hören.

 

Ein besonderes Schmankerl ist die Fahrt mit dem Zeesboot Dorothea täglich ca 16.50 Uhr, warm eingepackt in Daunenwesten kann man im frischen Wind an Deck die Kraniche überfliegen sehen. Wir konnten an diesem (September 2013) Abend SECHS! Seeadler auf einem Fleck auf einer der kleineren Boddeninseln sichten!

 

Für das Gebiet am Pramort, der Ostspitze von Zingst, gelten hingegen besondere Zugangsbedingungen, um diesen Rast - und Schlafplatz zu schützen und die Kraniche nicht zu stören. Von 15 / 16 Uhr bis morgens um 8 Uhr am Tag darauf ist dieser Bereich gesperrt. Nur die - auf 80 Stück pro Tag limitierte - NationalparkCard ermöglicht den Zutritt in der Zeit von 15.00 bis 19.00 Uhr zur Kranichbeobachtung.
Diese Karten werden täglich ab 15.00 Uhr am Kontrollpunkt Sundische Wiese verkauft. Damit sollen Kranichbegeisterung und Kranichschutz in Balance gehalten werden.

 

Während des Tages bieten dann die Maisfelder im Binnenland den Kranichen Futter und den Kranichfans Beobachtungsmöglichkeiten.
Am Günzer See besteht eine Ablenkfütterung, Die dort aufgestellten Fotohütten (info über das Kranichinformationszentrum in Groß Mohrdorf ) bieten ambitionierten und ausdauernden Fotografen eine direkte Sicht Auge in Auge mit den Kranichen. Die besonderen Konditionen erfordern dabei eine besondere Kondition in verschiedener Hinsicht.

 

Wir sind seit letztem Jahr auf einen weiteren Futterplatz aufmerksam geworden: An der L 211 Richtung Ribnitz-Damgarten hinter Hermannshagen-Heide und Herrmannshof bietet die Nebenstrecke zur B 105 noch eine Möglichkeit zur Stippvisite, bevor wir wieder nach Hause fahren. Hier befindet sich ebenfalls ein Maisfeld, das viele Kraniche anzieht.
Sogar ein Bauwagen als Infomobil der Nationalparkverwaltung und ein Kranichranger oder eine Rangerin sind bereits im zweiten Jahr stationiert. Meist schweifen übrigens unsere Blicke schon auf der A 24 beim Linumer Bruch nach links oder rechts ( soweit es die Aufmerksamkeit auf den fließenden Verkehr erlaubt) , denn dort stehen oft Kraniche auf den Feldern und bei der Anreise haben mehrere Kraniche uns überflogen und kleine innere Begeisterungshüpfer gesorgt. Und auch bei der Rückreise, es war stauig und regnerisch, aber die Kraniche machten es wett.

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